Ernährungslehre in der Sekundarstufe II

In der Oberstufe kann Ernährungslehre als neu einsetzendes Fach in Kombination mit einem anderen naturwissenschaftlichen Fach (Biologie, Chemie, Physik) im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld gewählt werden.

Sowohl in der Einführungsphase als auch in den beiden Qualifikationsphasen gibt es in der Regel in jeder Stufe 1-2 Grundkurse. Leistungskurse werden nicht angeboten. Allerdings kann Ernährungslehre als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden.

Der Ernährungslehreunterricht findet in Doppelstunden und einer Einzelstunde oder nur in Doppelstunden statt, wobei eine der beiden Doppelstunden dann alle 14 Tage stattfindet.

Räumliche und mediale Ausstattung

Für alle Inhaltsfelder stehen Materialien, die gemeinsam mit der Fachschaft Biologie für Experimente genutzt werden, zur Verfügung.
Da unsere Schule keinen separaten Ernährungslehrefachraum hat, wird in der Regel ein Biologiefachraum genutzt. Dieser zur Verfügung gestellte Fachraum ist medial mit Beamer, Dokumentenkamera, Fernseher und DVD-Player gut ausgestattet. WLAN-Verbindungen können mit dem eigenen Laptop hergestellt werden.

Verschiedene Umstände erforderten es, dass die bisher intensiv genutzte Schulküche im Jahr 2015 abgebaut wurde. Eine neue Schulküche ist zur Zeit in Planung.

Experimente

Experimente mit Lebensmitteln und lebensmitteltechnologische Verfahren werden im Biologie-Raum 402 entsprechend den aktuellen Sicherheits- und Hygienebestimmungen, durchgeführt. Der Raum ist vorrübergehend als „Lebensmittelraum“ freigegeben. Experimente mit Chemikalien werden hier nicht durchgeführt.
Da in den jeweiligen Biologiefachräumen keine Computer zur Verfügung stehen, werden die schulischen Computerräume genutzt, um digitale Nährwertberechnungen und Internetrecherchen durchführen zu können. Für individuelle anthropometrische (Begriffserläuterung?) Messungen der Schülerinnen und Schüler wird mindestens ein weiterer Unterrichtsraum zusätzlich genutzt.

Individualisiertes und kooperatives Lernen

Zur Erreichung der in den vier Kompetenzbereichen aufgeführten Teilkompetenzen (mehr – Link zum KLP) werden den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten für individualisiertes und kooperatives Lernen gegeben, indem unterschiedliche Fach- und Unterrichtsmethoden zum Einsatz kommen. Das allgemeine Unterrichtskonzept ermöglicht sowohl Projektunterricht als auch verschiedene Formen selbstgesteuerten Lernens in Kleingruppen unter Einbeziehung des Computers.

Leitgedanke

Ein Leitgedanke des Schulprogramms ist ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit, das physische, psychische und soziale Faktoren unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit mit einbezieht. Besondere Beachtung findet dabei das Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler aus sehr vielen verschiedenen Kulturen.
Dieser Leitgedanke soll im Fachunterricht deutlich werden.

Gute Anbindung

Als städtische Schule in zentraler Lage bietet das RHG eine gute Anbindung sowohl an den Wochenmarkt und verschiedene Supermärkte als auch an städtische Institutionen, die zu Unterrichtszwecken genutzt werden. Erzeugerbetriebe sind zudem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Zusammenarbeit

Intensive Zusammenarbeit besteht mit den Eltern der Schulpflegschaft und dem Förderverein, die in Zusammenhang mit der Fachschaft Ernährungslehre für das leibliche Wohl an außerunterrichtlichen Terminen sorgen.

Seit nunmehr vier Jahren findet ein jährlicher Schüleraustausch mit dem christlichen Gymnasium Sorghvliet in Den Haag mit den Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF statt. In der Regel kurz vor oder nach den Ostferien fahren die interessierten Schüler zusammen mit zwei Fachlehrern nach Den Haag und meist im Juni findet der Gegenbesuch in Krefeld statt. Wie das Programm in den beiden Städten in etwa aussieht, kann hier nachgelesen werden. Übrigens besucht die niederländische Kronprinzessin Amalia die Schule seit dem Sommer 2015, was einen Besuch dort unter Umständen noch lohnenswerter macht. Die Homepage unserer Partnerschule kann auf http://www.gymnasium-sorghvliet.nl/ eingesehen werden.

abschlussbild

Zusätzlich wird in der Jahrgangsstufe Q1 gegen Ende des Schuljahres ein Tagesausflug nach Amsterdam angeboten, bei welchem die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre sprachlichen Fähigkeiten austesten und vertiefen (z.B. Essen auf Niederländisch bestellen, nach dem Weg fragen), sondern auch gelernte Inhalte überprüfen und erfahren können (z.B. die Multikulturalität des Landes oder die tatsächlich nicht vorhandenen Rollos in nahezu jedem Haus). Der Aufenthalt in Amsterdam wird durch einen Besuch des Anne Frank Hauses abgerundet, welches gut zum behandelten Thema des 2. Weltkrieges und der Judenverfolgung passt.

Außerdem soll in der nächsten Zeit das Angebot um eine Fahrt nach Venlo in der Einführungsphase und das Zertifikat Niederländisch (CNaVT) erweitert werden. Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt, werden sie an dieser Stelle präsentiert.

Zum Schluss ein Klassiker: Kann ich auch einfach „Holländisch“ sagen?

Ja und nein. Korrekterweise sollte man eigentlich immer vom Niederländischunterricht sprechen, da Holland eine Provinz in den Niederlanden ist. Da die Grafschaft Holland aber im 17. Jahrhundert als eine der einflussreichsten Provinzen galt, hat sich dieser „pars pro toto“ (Teil fürs Ganze) stetig weiter eingeschliffen und ist heute noch bekannt. Sogar andere Länder (außer Deutschland) sprechen eher von „Holland“ als von den Niederlanden. Von daher lassen wir am RHG die Terminologie „Holländisch“ wohl durchgehen, freuen uns aber auch, wenn Sie es richtig betitelt!