Niederländisch am RHG

Unsere Schule bietet denjenigen Schülerinnen und Schülern, die sich für einen Besuch der Oberstufe entschieden haben, die Möglichkeit das Fach Niederländisch zu wählen. Als einzige neueinsetzende Fremdsprache in der Oberstufe hat Niederländisch eine besondere Rolle am RHG. Der Unterricht wird im Umfang von vier Wochenstunden erteilt und kann als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden. Auf diese Weise tragen wir zum Sprachprofil der Schülerinnen und Schüler bei.

Niederländisch – und das in Krefeld? Und wieso ist das für mich wichtig?

Viele Schülerinnen und Schüler wählen Niederländisch aufgrund der Grenznähe und der Zugehörigkeit Krefelds zur EUREGIO Rhein-Maas-Nord, wodurch es ihnen ermöglicht wird, die Sprache in der direkten Umgebung auszutesten. Nicht selten können Niederländischkenntnisse im späteren Studium (beispielsweise in Venlo), im Beruf oder bei privaten Kontakten mit unseren unmittelbaren Nachbarn für sie von Vorteil sein. Auch im Schulleben versuchen wir den Kontakt mit unseren Nachbarn immer wieder zu intensivieren. In den Niederländischkursen gibt es gelegentlich Schülerinnen und Schüler mit Vorkenntnissen, die im Unterrichtsgeschehen gerne als Helferinnen und Helfer eingesetzt werden.
Andere wiederum wollen durch die Wahl des Faches einen sprachlichen Neustart wagen oder ihre sprachlichen Kompetenzen weiter vertiefen. Die niederländische Sprache, Muttersprache von ca. 25 Millionen Menschen, ist verwandt mit dem Deutschen und dem Englischen und bietet Schülerinnen und Schülern somit eine vergleichsweise schnelle Lernprogression und Lernerfolge.

Was muss ich letztlich leisten, wenn ich Niederländisch wähle?

Wie in anderen sprachlichen Fächern der Oberstufe werden pro Halbjahr zwei Klausuren geschrieben; vier also insgesamt. In der Jahrgangsstufe Q1 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an einer mündlichen Kommunikationsprüfung teil, welche eine Klausur ersetzt. Daran angebunden werden, wie in allen anderen Fächern auch, das Präsentieren von Referaten in der Fremdsprache, sowie das Schreiben von verschiedenen Textformaten eingeübt und hoffentlich bis zum Abitur perfektioniert.

Was lerne ich in den drei Jahren Niederländisch?

Kurz gesagt: Im ersten Lernjahr steht der Spracherwerb mit dem Lehrwerk „Taal Vitaal“ zentral, im zweiten und dritten Lernjahr wird themengebunden gearbeitet mit Vorbereitung auf das Zentralabitur, wobei auch in dieser Phase der Spracherwerb nicht abgeschlossen ist. Es handelt sich im Wesentlichen um gesellschaftspolitische Themen, wie zum Beispiel: Die Niederlande als tolerantes Land, Migration, der Zweite Weltkrieg, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Deutschland, die koloniale Vergangenheit, Belgien und Wasser/Klimawandel. Was genau gemacht und erwartet wird, kann im schulinternen Curriculum nachgelesen werden.

Was bietet mir das Fach noch außer interessantem Unterricht und netten Lehrern?

Seit nunmehr vier Jahren findet ein jährlicher Schüleraustausch mit dem christlichen Gymnasium Sorghvliet in Den Haag mit den Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF statt. In der Regel kurz vor oder nach den Ostferien fahren die interessierten Schüler zusammen mit zwei Fachlehrern nach Den Haag und meist im Juni findet der Gegenbesuch in Krefeld statt. Wie das Programm in den beiden Städten in etwa aussieht, kann hier nachgelesen werden. Übrigens besucht die niederländische Kronprinzessin Amalia die Schule seit dem Sommer 2015, was einen Besuch dort unter Umständen noch lohnenswerter macht. Die Homepage unserer Partnerschule kann auf http://www.gymnasium-sorghvliet.nl/ eingesehen werden.

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Zusätzlich wird in der Jahrgangsstufe Q1 gegen Ende des Schuljahres ein Tagesausflug nach Amsterdam angeboten, bei welchem die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre sprachlichen Fähigkeiten austesten und vertiefen (z.B. Essen auf Niederländisch bestellen, nach dem Weg fragen), sondern auch gelernte Inhalte überprüfen und erfahren können (z.B. die Multikulturalität des Landes oder die tatsächlich nicht vorhandenen Rollos in nahezu jedem Haus). Der Aufenthalt in Amsterdam wird durch einen Besuch des Anne Frank Hauses abgerundet, welches gut zum behandelten Thema des 2. Weltkrieges und der Judenverfolgung passt.

Außerdem soll in der nächsten Zeit das Angebot um eine Fahrt nach Venlo in der Einführungsphase und das Zertifikat Niederländisch (CNaVT) erweitert werden. Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt, werden sie an dieser Stelle präsentiert.

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Herr Erkens (Fachvorsitz)
m.erkens@rhg-krefeld.de
Frau van den Kerkhoff (Stellvertretung)
c.vd_kerkhoff@rhg-krefeld.de

Derzeit im Mutterschutz:
Frau Harpel

Zum Schluss ein Klassiker: Kann ich auch einfach „Holländisch“ sagen?

Ja und nein. Korrekterweise sollte man eigentlich immer vom Niederländischunterricht sprechen, da Holland eine Provinz in den Niederlanden ist. Da die Grafschaft Holland aber im 17. Jahrhundert als eine der einflussreichsten Provinzen galt, hat sich dieser „pars pro toto“ (Teil fürs Ganze) stetig weiter eingeschliffen und ist heute noch bekannt. Sogar andere Länder (außer Deutschland) sprechen eher von „Holland“ als von den Niederlanden. Von daher lassen wir am RHG die Terminologie „Holländisch“ wohl durchgehen, freuen uns aber auch, wenn Sie es richtig betitelt!