Vertretungskonzept am RHG

Es ist manchmal unvermeidbar, dass Lehrer aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verhindert sind, ihre Schüler nach Plan zu unterrichten.
Dies ist für den betroffenen Lehrer eine unangenehme Situation, da er seinen Fachunterricht nicht erteilen kann und er den Schülern möglicherweise die Fachinhalte und -kompetenzen nicht in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit angemessen vermitteln kann. Auch die Schüler würden unter einem derartigen Unterrichtsausfall bezüglich ihres Lernfortschritts leiden und für die Eltern bestünde die Unsicherheit, ob ihre Kinder trotz Unterrichtsausfall ihr Lernpensum angemessen schaffen können und ob sie in den jeweiligen Stunden entsprechend beaufsichtigt und betreut sind.

Um die Erteilung des Unterrichts trotz solcher Ereignisse angemessen absichern zu können und für alle Beteiligten verlässliche Regelungen zu schaffen, wurde am RHG ein Vertretungskonzept entworfen, das im Folgenden kurz dargestellt werden soll.

Grundlegende Vereinbarungen

– in der Unter- und Mittelstufe (Jgst. 5-9): 1-6. Stunde –
– in der Oberstufe: 1.-9. Stunde evA –

Wir garantieren den Eltern und Schülern unserer Schule, dass der Unterricht in der Unter- und Mittelstufe von der 1. bis zur 6. Stunde, wenn notwendig durch für Vertretung eingesetzte Kollegen, stattfindet, der Unterricht wird also auch in den Randstunden, wenn nötig, vertreten. So haben die Eltern von Schülern der Unter- und Mittelstufe die Sicherheit, dass sich ihre Kinder von 8.00-13.20h in der Obhut der Schule befinden und beschult werden.
Dementsprechend verlässt auch kein Schüler der Jgst. 5-9 vor Ablauf der 6. Stunde eigenmächtig das Schulgelände, auch wenn einer seiner Fachlehrer ausfällt.
Wenn die 8. oder 9. Stunde von einem Lehrerausfall betroffen sind, so bedeutet dies für die Unter- und Mittelstufenschüler, dass der Unterricht ausfällt und sie frühzeitig nach der 6. Stunde das Schulgelände verlassen und nach Hause gehen dürfen.

Was die Oberstufe betrifft, so wird bei einem Ausfall ihrer Lehrer kein Fachkollege für den Vertretungsunterricht eingesetzt, da es im Bereich des Oberstufenunterrichts aus fachlichen Gründen schwierig ist, Vertretungsunterricht zu leisten. Statt dessen werden sie durch ihren Lehrer mit Arbeitsmaterial und Aufgaben versorgt, die sie vor dem Oberstufenbüro zeitnah abholen können, um sich dem „Eigenverantwortlichen Arbeiten“ (Abkürzung: evA) zu widmen. Dabei können Aufgaben zur Wiederholung und Vertiefung von Inhalten des Fachunterrichts in der evA-Stunde(n) im Fokus stehen oder die Oberstufenschüler erarbeiten sich eigenständig neue Inhalte, aufbauend auf den Fachunterricht. In beiden Fällen werden die Ergebnisse dieser Arbeitsphasen im regulären Unterricht überprüft und in diesen integriert.
Mit den Aufgaben sollen sich die Schüler in den Räumen der Schule (z.B. im Arbeitsraum der Oberstufe) beschäftigen. Wenn Stunden aus dem Nachmittagsbereich (7.-9. Stunde) betroffen sind, können die Schüler ihre Arbeiten auch zuhause erledigen.

– kurz- und längerfristige Erkrankungen –
– Prüfungen (Abitur), Fortbildungen, Referendarsausbildung, Exkursionen, Klassen- und Kursfahrten –

Wenn eine Lehrkraft plötzlich erkrankt, meldet sie sich von 7.00-7.30h in der Verwaltung des RHGs krank und schickt, wenn ihr dies aus gesundheitlichen Gründen möglich ist, Material für die Vertretungsstunden ans Sekretariat unter Angabe, für welche Klasse, für welches Fach, für welche Stunde und für wieviele Schüler das Material ist.

Weiterhin kann eine längerfristige Erkrankung zum Ausfall einer Lehrkraft führen. In diesem Fall wird von Seiten der Schulleitung versucht, je nach Dauer des Ausfalls eine längerfristige Lösung zu suchen, indem ein Fachkollege für diese Zeitspanne den Unterricht nach Rücksprache mit dem betroffenen Kollege federführend übernimmt. Dies ist immer abhängig von der vorhersehbaren Länge des Ausfalls und der aktuellen Personalsituation und wird zeitnah den Schülern und Eltern kommuniziert.

Durch das Schulgesetz sind Lehrer auch dazu verpflichtet, an Prüfungen, Fortbildungen, der Ausbildung von Referendaren, Exkursionen und Klassen-/Kursfahrten teilzunehmen, was in einigen Fällen mit dem Ausfall ihres regulären Unterrichts zusammenfallen kann. Solche Gegebenheiten werden der Schulleitung so früh wie möglich angezeigt und auch nur genehmigt (wenn genehmigungspflichtig), wenn die allgemeine Absicherung des Unterrichts durch das Kollegium in der betroffenen Zeit nicht gefährdet ist. Je längerfristig der Ausfall eines Kollegen bekannt ist, desto besser kann nach einer adäquaten Lösung für den ausfallenden Unterricht gesucht werden, wobei natürlich immer das Risiko besteht, dass aktuelle Ereignisse Einfluss auch auf langfristig geplanten Vertretungsunterricht nehmen.

– vorrangig Fachkollegen oder Lehrer der Klasse –

Jeder Lehrer hat je nach seiner vertraglich geregelten Stundenzahl eine gewisse Anzahl an Bereitschaftsstunden in seinem Stundenplan verankert. So stehen für jede Stunde (Mo-Fr, 1.-6. Std.) immer mehrere Kollegen für Vertretungsunterricht zur Verfügung. Das Stundenplan-Team versucht nun bei Ausfall eines Kollegens zunächst Lehrkräfte einzusetzen, die entweder in der Klasse selbst unterrichten, diese also kennen und angemessen zur Arbeit anleiten können, oder Fachkollegen, die den Fachunterricht nach Maßgabe der Materialien und Aufgaben des eigentlichen Lehrers gut fortsetzen können.
Wenn der Ausfall eines Kollegens länger bekannt ist, wird auch individuell versucht, Unterricht zu tauschen oder kann die Vertretungsstunde schon vorab mit dem vertretenden Lehrer besprochen und geplant werden.
Weitere Kriterien, die bei dem Einsatz eines Vertretungslehrers noch ins Gewicht fallen, sind die Belastung des jeweiligen Kollegens in der letzten Zeit oder an dem jeweiligen Tag und seiner vertraglich geregelten Stundenzahl (z.B. Rücksicht auf Teilzeit-Kräfte). Auch hier muss mit einem gewissen Augenmaß agiert werden.
Wichtig ist aber, dass zunächst die Sicherung des Unterrichts oberste Priorität hat und der Fachunterricht so professionell wie möglich fortgesetzt wird.

– Digitales Schwarzes Brett und Aushang –

Das Stundenplan-Team arbeitet täglich am Vertretungsplan und aktualisiert den ganzen Tag über seine Eingaben, die nach kurzer Zeit auf dem „Digitalen Schwarzen Brett“ unten im Foyer erscheinen. Hier erhalten die Schüler immer Einblick in den Vertretungsunterricht des aktuellen und darauf folgenden Tags.
Hier werden auch Raumvertretungen oder Unterrichtsausfälle für Klassen, die z.B. auf Exkursion sind, angezeigt sowie andere tagesaktuelle, wichtige Mitteilungen.
Wenn sich ein Lehrer am Morgen kurzfristig krankmeldet, sucht das Team schnellstmöglich nach einer Lösung, welche dann auch sofort ins System eingetragen wird, sodass spätestens um 8.00h der Unterricht regulär begonnen werden kann.
Manchmal ergeben sich noch im Laufe des Vormittags Änderungen, die so schnell wie möglich nachgetragen werden und in den Plänen aktualisiert werden. Unterstützend wird zudem häufig noch ein Aushang neben dem Digitalen Schwarzen Brett gemacht.
Wir bitten also alle Schülerinnen und Schüler, mehrmals am Tag auf das Digitale Schwarze Brett zu schauen und sich über mögliche Änderungen regelmäßig und zeitnah zu informieren und diese Informationen auch an ihre Mitschüler weiterzugeben.
Sollte das digitale Brett kurzfristig aus technischen Gründen ausfallen, wird neben dem digitalen Brett der Vertretungsplan in Papierform ausgehängt. Auch hier erhalten die SchülerInnen alle wichtigen Informationen zu dem betroffenen Tag und dem nachfolgenden Tag.
Den Kollegen steht dieser Vertretungsplan im Lehrerzimmer ebenfalls in digitaler und Papier-Form zur Verfügung und wird bei akuten Änderungen ebenfalls schnellstmöglich aktualisiert.

– pünktlich im richtigen Raum mit dem üblichen Material des Fachs –
– Oberstufenschüler machen evA –

Wenn eine Klasse der Jgst. 5-9 Vertretungsunterricht hat, begibt sie sich pünktlich in ihren Klassenraum oder den über das digitale Brett angezeigten Raum. Jeder Schüler hat sein entsprechendes Lern- und Arbeitsmaterial (Fachbuch, Heft usw.) mit.
Der Vertretungslehrer bringt die Aufgaben des verhinderten Lehrers mit und gibt der Klasse die nötigen Arbeitsanweisungen und Hilfestellung, sodass der Fachunterricht ohne große Einschränkungen weiterlaufen kann.
Sollte der Vertretungslehrer nicht erscheinen, weil er den Vertretungsunterricht entweder übersehen oder selbst verhindert ist, meldet der Klassensprecher, sein Vertreter oder ein anderer Schüler der Klasse nach 5 Minuten Wartezeit das Ausbleiben des Lehrers im Sekretariat, sodass schnellstmöglich eine Lösung für die Klasse gefunden werden kann.

Die Oberstufenschüler sind verpflichtet, sich morgens und im Tagesverlauf darüber zu informieren, ob sie aufgrund eines Lehrerausfalls evA haben. Wenn dies der Fall sein sollte, begeben sie sich schnellstmöglich zum Büro der Oberstufenkoordinatoren. Vor dem Büro liegt das Material für die evA-Stunden aus. Die Oberstufenschüler kümmern sich selbstständig darum, dass sie das notwendige Material und die Aufgaben für ihre evA-Stunden zur Verfügung haben und bearbeiten dann die jeweiligen Aufgaben in Eigenregie, sodass die Ergebnisse in der nächsten regulären Stunde des betroffenen Fachunterrichts unaufgefordert zur Verfügung stehen.

Die Inhalte des Vertretungsunterrichts sowie der evA-Stunden sind ebenso prüfungsrelevant wie alle anderen Inhalte des Fachunterrichts und müssen im Krankheitsfall des Schülers ebenso eigenständig nachgearbeitet werden wie im regulären Unterricht.

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Frau Roeling

Administratorin Stunden-und Vertretungsplan