Ein Schulvivarium am RHG

“Anfassen, Erleben, Studieren” – unter diesem Motto entsteht am RHG ein neuer Lernort, der unseren Schülerinnen und Schülern in Zukunft außergewöhnliche Erfahrungen mit exotischen Tierarten ermöglichen soll. Dabei steht nicht die Theorie im Vordergrund, sondern die direkte Interaktion mit dem Tier. Ob es die Vermittlung von biologischen Phänomenen ist, der Abbau von unbegründeten Ängsten oder die wissenschaftliche Beobachtung von Tieren in Langzeitexperimenten.
In diesem Schülerlabor steht das ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen an erster Stelle.

Mit Hilfe von Fördergeldern und der Unterstützung durch private Initiativen ist es uns gelungen den von Frau Renseler-Schneider und Herrn Heckens gegründeten Schulzoo zu erweitern. So werden in einem ersten Schritt sechs große Lebensräume für Schlangen, Bartagamen und Leopard-Geckos entstehen sowie mehrere Insektarien und Aquarien. Begleitet wird dieses Vorhaben durch eine AG (Greenkeeper), in der Schülerinnen und Schüler Grundprinzipien artgerechter Haltung lernen, praktisch umsetzen und Projekte zum Thema Artenvielfalt und Nachhaltigkeit durchführen.

Warum ein Schulvivarium am RHG?

Tiere vermitteln Sicherheit und Geborgenheit, regen die Phantasie an und bereichern die Erlebniswelt. Sie motivieren stark zur Auseinandersetzung, zu Handlung und Bewegung. Sie fördern die Fremd- und Selbstwahrnehmung, helfen Emotionen auszubalancieren und fördern das Selbstvertrauen (vgl. Greiffenhagen, 1991).

Wir sind der festen Überzeugung, dass der direkte Kontakt zur Natur durch kein Arbeitsblatt, keinen Film oder kein digitales Medium ersetzt werden kann und möchten genau aus diesem Grund unseren Schülerinnen und Schülern echte Erfahrungen mit der Natur im schulischen Alltag ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten. Dabei kooperieren wir mit ca. 45 anderen Schulen aus ganz Deutschland im Ring der Vivarienschulen (www.ring-der-vivariumschulen.de), bei denen wir uns jährlich auf Konferenzen fortbilden, Tiere und Nachzuchten tauschen und moderne didaktische Konzepte entwickeln.

Das Schulvivarium, ein Ort für Alle!

In Zukunft möchten wir unser Vivarium aber nicht nur interessierten Schülerinnen und Schülern der AG näherbringen, sondern in das gesamte Schulleben integrieren. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass wir unsere Tiere vermehrt in den Biologieunterricht integrieren werden, Oberstufenschüler an den Tieren kleinere Forschungsprojekte durchführen können (Facharbeiten, Jugend forscht) und ein Profilkurs in Klasse 6 angeboten wird, der sich vertieft mit der Evolution verschiedenster Tierstämme aus dem Vivarium beschäftigt. Zudem bekommen Schülerinnen und Schülern aus dem Nachhaltigkeits-Projektkurs in der Sek. II die Möglichkeit aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Vivariums mitzuwirken und nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Auch fächerübergreifende Projekte sind durchaus denkbar und wurden schon an anderen Regelschulen erfolgreich umgesetzt. Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler dürfen hier in Zukunft lernen, auch angehende Biologie-Lehrerinnen und Lehrer werden in Zukunft in einer engen Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung am RHG weitergebildet.

Ansprechpartner:
Herr Heckens (m.heckens(a)rhg-krefeld.de)
Herr Polte (m.polte(a)rhg-krefeld.de)
Frau Renseler-Schneider (m.renseler-schneider(a)rhg-krefeld.de)

einige Eindrücke: