Aktuelles vom RHG
Wir setzen uns für ein schöneres und ökologischeres Hüls ein – und greifen zum Spaten
- 14. Juli 2025
- Gepostet von: RHG-Redaktion
- Kategorie: Aktionen
Wer am 2. Mai mit dem Auto von der Schulstraße kommend in den Steeger Dyk einbog, mochte seinen Augen kaum trauen. Auf der Rasenfläche vor dem Gelände der Firma Dr. Kurt Müller wimmelte es von uns Schülerinnen und Schülern. Und noch ungewöhnlicher: Wir arbeiteten intensiv mit Spaten, Rechen und anderen Geräten. Die Autofahrer, die schnell erkannten, dass hier ein großes Beet angelegt wurde, hoben anerkennend den Daumen. Denn was es hier zu sehen gab, sollte in Hüls Schule machen.
Im Sinne des aktiven Naturschutzes und der Verschönerung unseres Wohnumfelds waren wir – die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8b und 5d, die in Hüls wohnen – bereit, eine kleine Blühfläche im Ort anzulegen. Dabei fiel der Blick zuerst auf eine Fläche vor der Firma Dr. Kurt Müller.
Unter der Leitung unserer Mathematiklehrerin Frau Skiba, die das Projekt mit großem Engagement koordinierte, nahmen wir die Aktion in Angriff.
Für die offizielle Umsetzung brauchten wir einen Projektträger – und hier kam der Verein Lebenswertes Hüls ins Spiel. Er übernahm die Patenschaftsvereinbarung mit der Stadt und stellte auch den Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Bezirksvertretung.
Am 2. Mai griffen Leo, Mats, Milan, Mailo, Rafael, Till, Julius, Paula und Emma aus der 5d sowie Mihail, Luka, Valerio, Oscar und Sophia aus der 8b zu den Arbeitsgeräten. Unter Anleitung von Walter Schäfer vom Verein markierten wir zunächst ein großes, kreisrundes Feld. Dann ging es richtig los: Die dicke, ausgetrocknete Grasnarbe musste mühsam abgestochen werden. Anschließend legten wir eine Folie über die Fläche und markierten darauf die Stellen, an denen die Pflanzen gesetzt werden sollten. Diese schnitten wir mit einem Cutter aus, um dann die Pflanzen vorsichtig in die vorbereiteten Löcher zu setzen.
Der Verein hatte vier verschiedene, bei Bienen besonders beliebte und nach Demeter-Richtlinien angebaute Thymian-Sorten besorgt – darunter der Aromatische Kaskadenthymian und der Orangenthymian. In der Mitte des Beetes pflanzten wir eine für uns noch eine unbekannte Pflanze – was es damit auf sich hat, dürfen wir aber noch selbst mit dem Wachsen der Pflanze herausfinden. Damit die schwarze Folie nicht sichtbar bleibt, bedeckten wir sie mit Rindenmulch. Danach hieß es: gießen, gießen, gießen! Zum Glück hatte die Firma einen Schlauch bis zum Zaun gelegt – so war das Wasserholen kein Problem.
Zum Abschluss stellten wir uns stolz im Kreis um unser Werk. Gefragt, warum wir mitgemacht haben, nannten einige die Verschönerung unseres Ortsteils, andere betonten die Bedeutung für die Bienen. Und ganz ehrlich: Ein Vormittag draußen mit Spaten und Gießkanne ist eindeutig besser als in der Schule – besonders, wenn es zur Belohnung ein Eis gibt! Deshalb hatten wir uns auch gezielt einen Tag ausgesucht, an dem besonders viele anstrengende Fächer auf dem Stundenplan standen. Faul waren wir an diesem heißen Vormittag aber sicher nicht.
An heißen Tagen kümmern wir uns weiterhin liebevoll um unsere Pflanzen und sorgen regelmäßig für ausreichend Wasser. Meist sind es wir Fünftklässler, die voller Eifer losziehen – so viele von uns melden sich freiwillig, dass die Achtklässler gar nicht erst gefragt werden müssen.
Unser Treffpunkt ist der Garten von Frau Skiba. Dort befüllen wir unsere Gießkannen – insgesamt stolze 150 Liter Wasser! Allerdings kommt davon nicht alles am Beet an … Ein gutes Fünftel geht unterwegs „verloren“, weil der Spaß einfach dazugehört und wir uns gegenseitig fröhlich nass machen. Aber hey – bei der Hitze freuen sich nicht nur die Pflanzen über eine Erfrischung!
Im nächsten Schuljahr möchten wir weitere Beete anlegen und hoffen, damit auch andere Stadtteile zu ähnlichen Aktionen zu inspirieren.
T.Skiba
weitere Impressionen:











