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Unsere neue Lernzeit in den Klassen 5 und 6 – ein Blick hinter die Kulissen
- 2. März 2026
- Gepostet von: RHG-Redaktion
- Kategorie: Schüler-und Elterninfo
Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es für unsere fünften und sechsten Klassen ein neues Format im Stundenplan: die Lernzeit. Sie hat die bisherige EvA-Stunde abgelöst und verfolgt ein klares Ziel: Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Schritt für Schritt lernen, eigenverantwortlich zu arbeiten, ihre Stärken besser einzuschätzen und ihren Lernprozess aktiv mitzugestalten.
Warum eine Lernzeit?
Kinder wachsen nicht nur an Aufgaben, sondern auch an der Fähigkeit, sich selbst zu organisieren. Die Lernzeit bietet dafür einen geschützten Rahmen. Hier üben die Schülerinnen und Schüler,
- Arbeitsaufträge selbstständig zu planen.
- Prioritäten zu setzen.
- ihren Lernstand realistisch einzuschätzen.
- bei Unsicherheiten passende Hilfe zu suchen.
Kurz gesagt: Sie lernen nicht nur was, sondern vor allem wie man lernt.
Was passiert in der Lernzeit konkret?
In der Lernzeit arbeiten die Kinder an Aufgabenplänen der drei Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch, wiederholen und erarbeiten Unterrichtsinhalte, bereiten zuweilen Klassenarbeiten vor oder vertiefen Themen, bei denen sie noch Übungsbedarf haben. Wir Lehrkräfte begleiten diesen Prozess, geben Struktur, helfen bei der Planung und unterstützen bei fachlichen Fragen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Verantwortung zunehmend bei den Kindern selbst liegt.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Reflexion:
- Was habe ich heute geschafft?
- Wo hatte ich Schwierigkeiten?
- Was nehme ich mir folglich als Nächstes vor?
So wird Lernen sichtbarer und bewusster.
Ein neuer Weg startet selten perfekt
Wie bei jeder neuen Entwicklung verlief auch der Start unserer Lernzeit nicht völlig reibungslos. Neue Abläufe müssen sich einspielen, Materialien angepasst und Rollen geklärt werden. Manche Schülerinnen und Schüler brauchen Zeit, um sich an die größere Eigenständigkeit zu gewöhnen. Auch für uns Lehrkräfte war und ist es ein Lernprozess.
Rückmeldungen helfen uns weiter
Um die Lernzeit gezielt weiterzuentwickeln, haben wir von Anfang an auf Rückmeldungen gesetzt. Dazu gehören:
- Befragungen im Kollegium
- Schülerbefragungen, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Sicht schildern konnten
- konkrete Verbesserungsvorschläge aus den Jahrgangs-Fachteams
Diese Rückmeldungen haben bereits zu notwendigen Anpassungen geführt, etwa bei der Auswahl und Strukturierung der Aufgaben, der Klarheit von Arbeitsaufträgen und der Gestaltung der Lernumgebung.
Auf einem guten Weg
Inzwischen zeigt sich, dass die Lernzeit immer besser ankommt, vor allen im Jahrgang 5. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen sie zunehmend sinnvoll, arbeiten konzentrierter und entwickeln mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Aufgaben. Auch das Bewusstsein für das eigene Lernen wächst Schritt für Schritt.
Natürlich bleibt die Lernzeit ein Format in Entwicklung. Wir werden weiterhin beobachten, anpassen und verbessern.
Ein Baustein für die Zukunft
Aufgrund der positiven Entwicklung wird die Lernzeit vorerst auch in den kommenden Schuljahren fester Bestandteil unseres Konzepts in den Klassen 5 und 6 bleiben. Sie ist ein wichtiger Baustein, um Kinder nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer Selbstständigkeit und Verantwortung für das eigene Lernen zu stärken.
Zum Schluss ist uns wichtig zu betonen, dass die Lernzeit ein gemeinsamer Entwicklungsprozess ist. Wir freuen uns daher sehr über Rückmeldungen jeglicher Art – sei es Lob, Anregungen oder konstruktive Kritik. Ihre Perspektive als Eltern ist für uns eine wertvolle Ergänzung. Wenn Sie Fragen zur Lernzeit haben oder den Austausch suchen, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung auf diesem Weg. – Gemeinsam begleiten wir Ihre Kinder dabei, immer mehr zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihres eigenen Lernens zu werden.
J.Rother
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